Die Nacht verbrachten wir fast ohne Schlaf. Alle halbe Stunde standen wir auf, um nach ihnen zu sehen. Ich hörte jedes Geräusch, als wäre es direkt neben meinem Ohr. Andrej behauptete, ruhig zu sein, aber ich fand ihn dreimal im Flur, barfuß, vor der Tür des Zimmers.
Gegen vier Uhr morgens sahen wir sie in einem Korb schlafen. Er lag leicht auf ihr, und sie hatte das Gesicht an seinem Hals versteckt.
Da sagte Andrej: „Ich glaube, der Gestreifte sollte Theo heißen.“
Ich sah ihn an und lächelte. „Ja. Er ist wirklich ein Theo.“
Bei der kleinen Schwarzen war es schwieriger. Am nächsten Tag probierte ich Namen aus – Nina, Ombra, Stella –, aber keiner blieb hängen. Und dann, als sie langsam an der Wand entlangging und sich an meiner Stimme orientierte, fiel das Wort einfach aus meinem Mund: Mia.
Sie drehte sofort den Kopf. Andrej sah von der Tüte mit Katzenstreu auf und nickte nur: „Das ist es.“
So wurden sie Theo und Mia.
Die ersten Tage waren schwieriger, als wir erwartet hatten. Nicht schlimm und nicht hoffnungslos, aber definitiv anspruchsvoll. Mia musste lernen, sich in einem Haus zurechtzufinden, das sie nicht sehen konnte: Schritte, Richtungen, Entfernungen, gefährliche Ecken, Möbelpositionen. Theo lernte neben ihr – oder besser gesagt: er half ihr beim Lernen.
Er ging immer ein Stück voraus, wie ein vorsichtiger Führer.
Sie folgte seinen Geräuschen und Bewegungen.
Wir begannen, leiser zu sprechen und vorsichtiger zu gehen.
Das Haus lernte, behutsam zu sein.
Türen schlugen nicht mehr zu, Dinge lagen nicht mehr auf dem Boden, Stühle wurden langsam bewegt. Wir sagten sogar „Ich komme rein“, wenn wir einen Raum betraten, als würden wir nicht ein Tier, sondern einen Menschen warnen.
Mia erkannte meine Stimme früher als meine Schritte. Wenn ich sie hochhob, spannte sie sich an, entspannte sich aber nach wenigen Sekunden und schmiegte sich vertrauensvoll an mich. Sie drängte sich nie auf, war nicht laut oder fordernd. Aber wenn man traurig war, war sie immer da – still, ohne Bitte, einfach nur zum Dasein.
Theo era mai ușor de înțeles: iubitor, curios, mereu gata să exploreze o cutie nouă, un dulap sau un zgomot în bucătărie. Ne făcea să râdem chiar și în zilele aglomerate și apoi se întorcea imediat la Mia, ca și cum cel mai important lucru în orice aventură ar fi să-i spui după aceea.
După o săptămână am mers pentru prima dată la veterinar. Deja în mașină simțeam vinovăție, ca și cum aș fi expus-o din nou la ceva neplăcut. Theo a protestat pe tot parcursul călătoriei, Mia nu. Iar când doctorul a confirmat că orbirea ei va rămâne permanentă, mi-am coborât ochii, deși știam răspunsul de mult timp.