“O voi face.”
“Promite-mi.”
Nach der Beerdigung brachte ich alle 16 Reihen zu Evelyn, der Juwelierin, von der Oma seit Jahren gesprochen hatte. Ich hatte sie nie zuvor getroffen, aber ich kannte ihren Namen.
Evelyn hatte meiner Oma geholfen, die Perlen auszusuchen, die Größen abzustimmen und die Maße in einem Notizbuch festzuhalten, damit die finale Kette genau so fallen würde, wie Oma es wollte.
Dieses Foto wurde nach ihrem Tod heilig.
Evelyn führte einen kleinen Reparaturladen in der Innenstadt, der nach Politur und alten Samtkästchen roch. Sie ging sanft mit den Perlen um.
„Deine Oma hat länger dafür geplant als manche Menschen für ihre Ehe“, sagte sie.
Gemeinsam legten wir das Design aus: sechzehn geschichtete Reihen. Evelyn zeigte mir, wie jede Schicht sitzen würde und wo der Verschluss sein sollte. Einige Tage später brachte ich die fertige Kette ins Pflegeheim, um sie Oma zu zeigen. Eine Krankenschwester machte ein Foto von uns – ich trug die Kette, Oma lächelte neben mir auf ihrem Stuhl.
Dieses Foto wurde nach ihrem Tod heilig.
Ich ging nach unten, um Wasser zu holen.
Aber der Abschlussball war der Moment, der wirklich zählte.
Der Abschlussball war das Versprechen.
Am Morgen des Abschlussballs wachte ich normal nervös auf. Friseurtermin. Make-up. Kleid hing an der Kleiderstange. Omas Foto an meinem Spiegel.
Ich ging nach unten, um Wasser zu holen –