Ich nahm sie einfach und ging – mit Tränen in den Augen.
Ich lief einfach los.
Erst zwanzig Minuten später blieb ich stehen – im Park.
Genau in dem Park, in den mich Großvater als Kind immer mitgenommen hatte.
Ich setzte mich auf eine Bank. Wütend. Verletzt. Erschöpft.
Immer wieder spielte ich alles im Kopf durch. Das Testament. Das Lachen. Und die Art, wie Großvater mir immer gesagt hatte, dass ich wichtig bin.
„Warum hast du das getan?“, murmelte ich leise.
Ich starrte lange auf die Lunchbox, bevor ich schließlich mit zitternden Fingern den rostigen Verschluss öffnete.
Ich hob den Deckel an – und erstarrte.
Meine Hände begannen unkontrolliert zu zittern.
Drinnen war kein Essen.
Sondern ein sauber gefalteter Stapel alter Kassenzettel. Dutzende. Vielleicht mehr.
Darunter lag ein kleines, leeres Notizbuch.
Auf den ersten Blick wirkte alles völlig bedeutungslos – alte Einkaufsbelege, Bustickets, irgendwelche Zettel.