Ich sah die Frau erneut an. Jetzt erkannte ich es deutlicher, während sie neben mir stand.
Nicht nur Eleanor. Etwas Jüngeres.
„Wer sind Sie?“, fragte ich.
Meine Stimme klang unsicher.
„Ich habe im Stillen geholfen.“
Sie zögerte nicht.
„Ich bin Claire. Ich bin Eleanors Tochter.“
Die Worte brauchten einen Moment, um anzukommen.
„Sie ist in meinem Leben geblieben“, sagte Claire. „Über die Familie, die mich großgezogen hat. Sie hat mehr geholfen, als irgendjemand wusste. Auch finanziell.“
Ich schüttelte leicht den Kopf, versuchte, das alles zu begreifen.
„Sie hat mir geschrieben. Über die Jahre hinweg Dinge geschickt. Nicht oft. Aber immer genug.“
Sie griff in ihre Tasche und reichte mir ein Foto.
Ich nahm es.
„Sie ist in meinem Leben geblieben.“
Ein kleines Mädchen stand in einem Garten und hielt ein Buch, das zu groß für ihre Hände war. Im Hintergrund stand eine Frau in einiger Entfernung. Ich erkannte Eleanor sofort. Sie war nicht Teil des Moments – und doch war sie da.
Claire reichte mir noch mehr Dinge.
Ein Notizbuch.
Ein zusammengefaltetes Kleidungsstück.