„Ich hab das im Griff. Ich brauche nur Zeit.“
Jeden Nachmittag nach der Schule maß, schnitt und passte mein Sohn die gesammelten Teile an. Er baute Rollstühle für die bewegungsunfähigen Hinterbeine der Hunde. Es gab Fehlversuche und er nutzte Anleitungen, aber schließlich gelang es ihm.
„Ich brauche nur Zeit.“
Als Ethan die Hunde zum ersten Mal in die Konstruktion setzte, waren seine Hände ruhig.
„Bleib still… ich hab dich“, murmelte er zum letzten, während er die Gurte vorsichtig festzog.
Ich stand da und beobachtete, kaum atmend. Einen Moment lang passierte nichts.
Dann bewegte sich einer der Hunde. Die Räder rollten nach vorne. Ein Schritt. Dann noch einer. Die anderen beiden folgten dem ersten Hund und begannen ebenfalls zu laufen!
Ethan lachte, und dieses Lachen erfüllte den Garten mit Freude!
Und so änderte sich alles.
Ich stand da und beobachtete, kaum atmend.
Innerhalb weniger Tage bewegten sich alle drei Hunde im Garten, stießen gegen Dinge und lernten dazu.
Ethan folgte ihnen wie ein Trainer.
„Langsam, drehen, nein, nicht so“, sagte er und passte alles unterwegs an.
Ich hatte ihn lange nicht mehr so lebendig gesehen.
Als Nächstes kam der Unterstand.
Mein Sohn plante ihn zuerst auf Papier. Dann gab er den Großteil seines Taschengeldes aus, um Holz, Nägel und Dämmmaterial zu kaufen.
Drei Monate Sparen waren an einem Nachmittag weg.