Es dauerte Stunden.
Das meiste stellte ihn in gutem Licht dar: erfolgreicher Geschäftsmann, Unterstützer der Gemeinschaft.
Aber dann fand ich es.
Einen kurzen Artikel über ein Rehabilitationsprogramm für Kinder in genau diesem Krankenhaus.
Der Name meines Ex-Mannes stand direkt in der Überschrift.
Doch es gab keinerlei weitere Berichte oder Updates zu diesem Projekt.
Ich grub weiter, verfolgte die im Artikel erwähnten Namen. Ich schrieb Nachrichten und E-Mails, gab mich als Ermittlerin aus.
Die meisten antworteten nicht.
Gegen Mitternacht wollte ich fast aufgeben.
Dann kam eine Antwort.
Eine Frau namens Carla gab mir ihre Nummer, und während unseres Gesprächs sagte sie, dass sie sich an das geplante Projekt erinnerte.
Sie erzählte, dass viele Familien auf diese Finanzierung gezählt und ihr ganzes Leben danach ausgerichtet hatten.
Und dann, plötzlich … war alles weg – ohne Vorwarnung oder Erklärung.
Sie mussten allein zurechtkommen.
Als das Gespräch endete, wusste ich genau, was ich als Nächstes tun musste.
Sie erinnerte sich an das Projekt.
Am nächsten Morgen trat ich auf den Flur des Krankenhauses und tätigte einen weiteren Anruf, den ich eigentlich nicht machen wollte.
Als endlich jemand abhob, stellte ich mich vor.