Denn in diesem Moment wurde mir klar, dass ich meine eigenen Söhne vielleicht gar nicht kannte.
Und dann spielten die nächsten Worte – doch sie waren nicht das, was ich erwartet hatte.
„Ich glaube, wir haben das völlig falsch eingeschätzt.“
Leos Stimme erklang zuerst, sanfter, als ich sie je gehört hatte.
„Sie hat früher im Schlaf über Gebäude gesprochen… wusstest du das?“
Sam antwortete: „Ja. Irgendwann hat sie aufgehört.“
In diesem Moment spürte ich eine Sehnsucht in meinem Herzen, die ich nicht erklären konnte.
Mark sagte kein Wort neben mir, wir hörten einfach weiter zu.
Es war kein einzelnes Gespräch.
Es waren mehrere Aufnahmen von verschiedenen Tagen, verteilt über Monate.
Ein Audio-Tagebuch.
Wir hörten einfach weiter zu.
Ich merkte, dass sie vermutlich nach Vorschlag ihres Therapeuten begonnen hatten, ihren Fortschritt aufzuzeichnen. Irgendwann musste es etwas Größeres geworden sein.
Mit jedem Clip begann sich ein Muster zu zeigen.
Meine Söhne versuchten eindeutig, etwas zu reparieren.
In einer Aufnahme sagte Sam: „Ich habe ihr altes Portfolio online gefunden. Es ist noch da. Jemand hat es archiviert.“
Leo antwortete: „Dann fangen wir dort an. Talent wie das vergisst man nicht.“
Mein Hals zog sich zusammen.