Ein seltsamer Schauer lief mir über den Rücken. „Was mag sie denn zum Mittagessen, Baby?“
„Sie meinte Erdnussbutter und Marmelade“, sagte Junie. „Aber sie hat das in der Schule noch nie gegessen. Sie mochte, dass du mehr Marmelade draufmachst als ihre Mama.“
„Ich habe meine Schwester heute getroffen. Sie heißt Lizzy.“
„Ach so?“ fragte ich.
Dann hellte sich Junies Gesicht auf. „Oh! Willst du ein Foto sehen? Ich habe die Kamera benutzt, so wie du gesagt hast!“
Ich hatte ihr für ihren ersten Tag eine dieser kleinen pinken Einwegkameras gekauft. Ich dachte, es würde Spaß machen und ihr helfen, Erinnerungen festzuhalten – und dass ich später ein Album für sie machen könnte.
Sie reichte mir stolz die Kamera. „Frau Kelsey hat ein Foto von uns gemacht. Lizzy war schüchtern! Frau Kelsey fragte, ob wir Schwestern sind.“
Ich scrollte durch die Fotos. Dort standen sie, zwei kleine Mädchen bei den Schließfächern, gleiche Augen, gleiche lockige Haare und sogar ähnliche Sommersprossen unter dem linken Auge.
Junies Gesicht leuchtete auf.
Ich hätte fast die Kamera fallen lassen.
„Schatz, kanntest du Lizzy schon vorher?“
Sie schüttelte den Kopf. „Nein. Aber sie meinte, wir sollten Freunde sein, weil wir gleich aussehen. Mama, kann sie mal zum Spielen kommen? Sie meinte, ihre Mama bringt sie zur Schule, aber vielleicht könntest du sie das nächste Mal treffen?“
Ich versuchte, ruhig zu bleiben. „Vielleicht, Baby. Mal sehen.“
In jener Nacht saß ich auf dem Sofa, starrte auf das Foto, Herz klopfend, Hoffnung und Angst kämpften in meiner Brust.
Doch tief im Inneren wusste ich bereits, dass dies erst der Anfang war.
„Aber sie meinte, wir sollten Freunde sein, weil wir gleich aussehen.“