Ihre Augen füllten sich. „Sie haben das für mich getan?“
„Ich habe getan, was ich für richtig hielt“, sagte ich leise. „Du musst zur Abschlussfeier kommen.“
Maya sah zwischen mir und Jennie hin und her.
„Sie wird teilnehmen“, sagte ich.
Jennie nickte knapp.
Maya sah mich an und flüsterte: „Danke, Frau Carter.“
Und in ihrer Stimme lag etwas, das ich seit Monaten nicht mehr gehört hatte – ein kleines, vorsichtiges Stück Hoffnung.
Der Footballplatz am Tag der Abschlussfeier war bereits voll, als die Zeremonie begann. Familien füllten die Sitzreihen und fächelten sich mit Programmen in der Hitze Luft zu. Die Schüler kamen nacheinander herein, leicht benommen, als könnten sie noch nicht ganz glauben, dass es vorbei war.
Ich erlaubte mir, zu hoffen, dass diesmal alles gut gehen würde.
Maya saß ein paar Reihen vor mir. Sie wirkte blass, aber sie war da.
Jennie saß in der ersten Reihe und beobachtete alles.
Ich sagte mir, dass es gut werden würde. Dass das Schwierigste bereits hinter uns lag.
Die Namen wurden nacheinander aufgerufen, und als Mayas Name fiel, stand sie auf und ging zur Bühne. Genau in dem Moment, als sie vorne ankam, trat der Schulleiter vor und bat um Ruhe, und mein Herz begann zu rasen.
„Bevor wir fortfahren“, sagte er ins Mikrofon, „muss ich eine Angelegenheit ansprechen, die mir zur Kenntnis gebracht wurde.“
Die Menge wurde still.
„Frau Carter“, fuhr der Schulleiter fort, „bitte treten Sie vor.“
Ich ging zur Bühne. Alle Blicke im Publikum richteten sich auf mich. Mrs. Hayes stand seitlich auf der Bühne, die Arme verschränkt, mit fester Miene.