Am nächsten Morgen kam ich mit einem Lächeln im Gesicht die Treppe hinunter und sagte zu Ethan, dass ich eine Babyparty für Claire veranstalten wollte. „Sie tut etwas Unglaubliches für uns. Sie hat es verdient, gefeiert zu werden.“
Er lächelte. „Ich glaube, das würde ihr gefallen.“
Die nächsten zwei Wochen verbrachte ich damit, alles zu planen. Ethan beobachtete alles still und zufrieden.
Er dachte, er sehe, wie sein Plan sich entfaltet. Er ahnte nicht, dass das Diktiergerät in meiner Schublade lag, eingesteckt in einem Umschlag zusammen mit Dokumenten, die mein Anwalt für mich vorbereitet hatte.
Bald war der Tag der Babyparty gekommen. Das Wohnzimmer war voller Menschen. Claire saß in der Mitte, lächelte nervös, während alle ihr sagten, welches außergewöhnliche Geschenk sie Ethan und mir machte.
Ethan stand stolz neben ihr, grinste, ohne zu ahnen, dass ich gleich allen zeigen würde, was für ein Lügner er war.
Als es Zeit für den Toast war, erhob ich mich mit einem Glas prickelnden Apfelsaftes.
„Ich möchte mich bei allen bedanken, dass ihr heute hier seid“, begann ich. „Und vor allem möchte ich zwei Menschen danken, die sich so gut um dieses Baby gekümmert haben.“
Ethan lächelte. Claire sah gerührt aus.
Ich wandte mich ihnen zu. „Ethan hat Claire ständig besucht. Lebensmittel gebracht, Vitamine, bei allem geholfen. Bevor das Baby kommt, dachte ich, sollte jeder hier hören, wie engagiert er war.“
Ethan lächelte weiter, doch etwas in seinen Augen veränderte sich.
„Was meinst du damit?“ fragte er.
Ich griff in meine Tasche und zog das Diktiergerät heraus.