Er rieb sich die Stirn. „Ich verstehe nicht, warum das so kompliziert ist. Nein! Wir können kein Risiko eingehen. Wenn es zu Verunreinigungen kommt, sind die Verluste enorm — wir haben schon genug Geld verloren.“
Er hörte noch ein paar Sekunden zu, dann sagte er: „Ruft, wen ihr wollt. Mir egal, was es kostet. Kümmert euch darum.“
Er legte auf und starrte einen Moment ins Leere.
„Was ist passiert?“, fragte der Junge.
„Nichts, worüber du dir Sorgen machen musst“, sagte er zu schnell. „Nur Arbeit. Wir müssen noch kurz in die Fabrik, bevor wir nach Hause fahren.“
Die Augen des Jungen leuchteten auf. „Okay.“
Ich bezahlte, nahm meine Tüte und trat zur Seite.
Ich war gerade in meinen Pickup gestiegen, als mein Handy klingelte. Curtis war dran — ein Typ, mit dem ich über die Jahre immer wieder gearbeitet hatte.
Er kam sofort zur Sache.
„Wo bist du? Wir haben ein riesiges Problem mit einer Lebensmittelverarbeitungslinie“, sagte er. „Die Hauptverbindung am Rohr ist gebrochen. Sie haben versucht, es zu flicken, aber es hält nicht. Jedes Mal, wenn sie die Anlage hochfahren, fängt es wieder an zu lecken.“
Die Worte dieses überheblichen Mannes aus dem Telefonat schossen mir wieder durch den Kopf: flicken… Leitung muss laufen… Verunreinigung.
So schnell wirkte Karma doch nicht… oder?
„Alles klar“, sagte ich. „Schick mir die Adresse. Und sag ihnen, sie sollen nichts anfassen, bis ich da bin.“
Die Adresse führte mich zu einer Lebensmittelverarbeitungsanlage am anderen Ende der Stadt. Als ich ankam, wirkte die halbe Fabrik wie eingefroren.
Ein Mann mit Haarnetz entdeckte mich und kam hastig auf mich zu. „Sind Sie der Schweißer, den Curtis gerufen hat?“