Ich hob ihr Kinn an. „Schatz … niemand nimmt dich irgendwohin mit. Überlass das mir. Ich habe einen Plan, um mit diesem Tyrannen fertigzuwerden.“
Die nächsten Stunden waren ein hektisches Durcheinander, während ich alles vorbereitete. Als schließlich alles bereit war, sank ich erschöpft am Küchentisch nieder. Entweder würde dieser Plan meine Familie retten – oder alles zerstören.
Dann hallte lautes Pochen an der Haustür durchs Haus.
Grace erstarrte.
„Papa … das ist er.“
Ich ging zur Tür und öffnete sie.
Dort stand er: Chase, der leibliche Vater. Alles an ihm wirkte inszeniert: Designer-Lederjacke, perfekt sitzendes Haar und – ich schwöre – Sonnenbrille nachts.
„Beiseite!“, befahl er und trat auf mich zu, als würde ihm der Ort gehören.
Ich rührte mich nicht. „Du kommst nicht rein.“
Er lächelte spöttisch. „Ah, immer noch der liebe Papa, hm? Wie süß.“
Grace wimmerte hinter meinem Rücken.
Er entdeckte sie und sein Lächeln verwandelte sich in ein raubtierhaftes Grinsen.
„Du. Komm mit.“ Er deutete auf Grace. „Fotografen warten. Interviews. Ich soll ein Comeback hinlegen, und du bist mein Vorzeigeprojekt.“
Und da begann alles, hässlich zu werden.
„Sie ist kein Marketinginstrument“, schnappte ich. „Sie ist ein Kind.“