„Mein Kind.“ Er beugte sich nah zu mir, sein Parfum fast erdrückend. „Und wenn du mir wieder in die Quere kommst, lasse ich deinen Laden abbrennen – legal. Ich kenne Leute. Am Montag bist du pleite, Schuster.“
Ich knirschte mit den Zähnen. Die Drohung fühlte sich real an, aber ich würde meine Tochter nicht aufgeben. Es war Zeit, meinen Plan in die Tat umzusetzen.
Ich drehte leicht den Kopf und rief über meine Schulter: „Grace, Liebling, hol bitte mein Handy und den schwarzen Ordner von meinem Schreibtisch.“
Sie blinkte verwirrt und mit Tränen in den Augen. „Was? Warum?“
„Vertrau mir.“
Nur einen Augenblick zögerte sie, dann rannte sie zu meiner kleinen Werkstatt.
Chase lachte höhnisch. „Die Polizei rufen? Niedlich. Denkst du, die Welt stellt sich auf deine Seite gegen mich? Ich bin Chase, mein Freund. Ich bin die Welt.“
Ich lächelte. „Oh, ich habe nicht vor, die Polizei zu rufen.“
Grace kam zurück, das Handy und den Ordner fest umklammernd.
Ich öffnete den Ordner und zeigte Chase den Inhalt: Ausdrucke aller bedrohlichen und erpresserischen Nachrichten, die er Grace geschickt hatte, um sie für seine PR-Zwecke zu benutzen. Wie sie das perfekte „Requisit“ sein sollte.
Sein Gesicht wurde kreideweiß.
Aber ich war noch lange nicht fertig.
Ich schlug den Ordner zu. „Kopien habe ich schon an deinen Team-Manager, die Ethikabteilung der Liga, drei große Journalisten und deine wichtigsten Sponsoren geschickt.“
Da verlor er die Kontrolle.