Ich wollte ihm glauben, also schluckte ich meinen Verdacht herunter.
Doch die kleinen Dinge häuften sich.
Hotelquittungen, obwohl er behauptete, im Büro geblieben zu sein. Nachrichten auf einem umgedrehten Handy.
Und die größte Veränderung war, wie Mark mich ansah – oder vielmehr, wie er aufhörte, mich anzusehen.
Ich hatte dunkle Augenringe. Meine Kleidung war oft zerknittert vom ständigen Heben der Jungen. Meine Hände rochen leicht nach Desinfektionsmittel.
Letzten Mittwoch kam der Wendepunkt.
Ich hatte mir am Morgen den Rücken verrenkt, als ich Lucas vom Rollstuhl aufs Sofa hob. Trotzdem schaffte ich es, Frühstück zu machen und Noah bei seinen Sprachübungen zu helfen.
Dann rutschte Lucas im Badezimmer aus.
Er saß auf seinem Duschstuhl, hielt sich am Haltegriff fest und versuchte, das Wasser einzustellen. Dann rutschte sein Arm weg. Der Stuhl kippte leicht, und er glitt seitlich auf den Boden der Dusche.
Sein Schrei hallt noch immer in meinem Kopf. „Mama!“
Ich versuchte, ihn hochzuheben, aber mein Rücken schrie vor Schmerz.
Ich griff nach meinem Handy und rief Mark an.
Keine Antwort. Ich rief wieder an. Nichts. Siebzehn Anrufe – alle direkt auf die Mailbox.