Als Mark aus dem Bad kam, hielt ich ihm das Handy hin. „Wer ist diese Jessica?“
Einen Moment lang wirkte er genervt, dass ich sein Handy berührt hatte. Dann seufzte er.
„Willst du wirklich die Wahrheit?“
„Ja.“
Er lachte. „Gut. Es ist Jessica, meine Sekretärin. Wir haben etwas miteinander.“
Die Worte trafen mich härter als der Autounfall.
„Und was ist mit deiner Familie? Mit deinen Söhnen?“, fragte ich leise.
„Sie sind immer noch meine Söhne.“
„Du warst seit Wochen nicht vor Mitternacht zu Hause.“
Mark verdrehte die Augen. „Emily, sieh dich doch an. Du riechst ständig nach Desinfektionsmittel“, sagte er beiläufig. „Du bist immer erschöpft. Du willst über nichts anderes reden als über Medikamente und Therapiepläne.“
„Ich ziehe unsere Kinder groß.“
„Und ich versuche, eine Zukunft aufzubauen“, schnappte Mark. Dann sagte er den Satz, der etwas in mir zerbrechen ließ: „Du bist einfach nicht mehr attraktiv.“
Ich antwortete nicht. Etwas in mir wurde einfach still. In dieser Nacht schliefen wir in getrennten Zimmern, und zum ersten Mal seit Jahren wurde mir klar, dass unsere Ehe vielleicht schon vorbei war.
Zwei Tage später kam Marks Vater zu Besuch.