„Darf ich?“, fragte er leise.
Ich nickte, die Lippen fest aufeinandergepresst.
Holt faltete den Zettel vorsichtig auf, nahm seinen Hut ab und wandte sich ein wenig zu mir, seine Stimme noch leiser.
„Ich mache so etwas normalerweise nicht“, sagte er fast entschuldigend.
„Ariel —
Nachdem du gegangen bist, habe ich bemerkt, dass einer deiner Briefe aus dem Stapel gerutscht war, den du getragen hast. Ich weiß, ich hätte ihn nicht lesen sollen, aber als ich das Wort ‚Zwangsvollstreckung‘ sah, konnte ich es nicht ignorieren.
Nachdem du nach Hause gegangen bist, um dich auszuruhen, habe ich meinen Bankberater angerufen und Walters ‚Notfallfonds‘ direkt zur Bank gebracht. Ich habe die Unterlagen selbst unterschrieben.
Du hast mir Freundlichkeit geschenkt, als du selbst nichts mehr übrig hattest. Du hast mich als Mensch gesehen. Deshalb wollte ich auch dich in Sicherheit wissen.
Du schuldest mir nichts. Versprich mir nur, dass du genauso gut zu dir selbst bist, wie du es zu mir warst. Frauen stehen füreinander ein – besonders dann, wenn es sonst niemand tut.
Sei mutig. Sei freundlich. Und vergiss nie: Was du getan hast, hat etwas bedeutet.
P.S. Ich mag den Namen Will für einen Jungen. Mabel für ein Mädchen.
In Liebe,
Mrs. Higgins.“
Ein Schluchzen entfuhr mir – scharf, dankbar. Holt drückte meine Schulter.