„Das klingt ganz nach ihr.“
„Sie wollte uns einander vorstellen“, sagte Claire nach einem Moment. „Das stand in ihrem letzten Brief. Sie schrieb, sie sei bereit. Sie wolle die Dinge nicht länger getrennt halten.“
Ich spürte, wie sich etwas in meiner Brust bewegte.
„Sie hat mir von Ihnen erzählt.“
„Aber es ist nicht dazu gekommen“, sagte ich.
Claire schüttelte leicht den Kopf.
„Dann kam nichts mehr. Keine Briefe, keine Pakete. Ich dachte, etwas stimmt nicht, aber ich wusste nicht, wo ich suchen sollte.“
„Was hat sich geändert?“, fragte ich.
Claire holte leise Luft.
„Ich habe früher in einer Bibliothek gearbeitet“, sagte sie. „Vor ein paar Monaten ist eine ehemalige Kollegin und Freundin, die meine Geschichte kennt, in einem Zeitungsarchiv auf eine alte Todesanzeige gestoßen. Ich habe gar nicht nach Eleanor gesucht. Sie hat mir die Anzeige geschickt. Ihr Name. Das Datum.“
Sie machte eine kurze Pause.
„Dann kam nichts mehr.“
Ich schloss kurz die Augen.
„So haben Sie es erfahren“, sagte ich.
„Ja.“
„Und die Bank?“, fragte ich.
„Ich habe einige ihrer Briefe noch einmal gelesen und erinnerte mich daran, dass sie schrieb: ‚Es war der wichtigste Ort‘ in ihrem Leben.“