Sie griff erneut in ihre Tasche und gab mir einen kleinen Zettel.
„Meine Nummer“, sagte sie.
Ich nahm ihn, steckte ihn in meine Jacke, nickte einmal und ging.
Doch schon als ich den Park verließ, wusste ich, dass sich etwas verändert hatte.
Und irgendwie hatte meine Frau das alles lange geplant, bevor ich es überhaupt ahnte.
„Ich brauche Zeit.“
Ich rief sie weder an diesem Abend noch am nächsten Tag an.
Der Zettel blieb erst in meiner Jacke, dann legte ich ihn in die Küchenschublade, in der ich Dinge aufbewahrte, mit denen ich nicht wusste, was ich anfangen sollte.
Zwei Tage lang sagte ich mir, ich bräuchte Zeit.
Am dritten Tag wusste ich, dass ich es nur hinauszögerte.
An diesem Morgen nahm ich den Brief wieder heraus und las ihn noch einmal.
Ich hatte sie nicht angerufen.
Ich dachte an unser gemeinsames Leben zurück.
An all die Momente, die sich vollständig angefühlt hatten, an all unsere Gespräche.
Und dann begann ich, die Lücken zu sehen. Kleine Dinge, die ich nie hinterfragt hatte.
Die Zeiten, in denen sie sagte, sie besuche eine Freundin. Oder wenn sie für ein paar Stunden verschwand.
Damals hatte ich nie nachgehakt.