Wir vertrauten einander.
Das hatte immer gereicht.
Ich begann, die Lücken zu erkennen.
Jetzt verstand ich, dass es einen Teil ihres Lebens gab, den sie allein getragen hatte.
Nicht, weil sie mir nicht vertraute – sondern weil sie nicht wusste, wie sie ihn in unser gemeinsames Leben einfügen sollte.
Ich saß lange da, den Brief in der Hand.
Dann stand ich auf, ging zur Schublade und nahm den Zettel mit Claires Nummer heraus.
Ich hob den Hörer ab und wählte.
Sie ging beim zweiten Klingeln ran.
„Hallo?“
„Hier ist James“, sagte ich.
Eine kurze Pause entstand.
„Ich habe gehofft, dass Sie anrufen.“
„Ich muss Sie wiedersehen“, sagte ich.
„In Ordnung. Wann?“
„Sonntag. Drei Uhr.“
„Die Bank?“