„Aus gespendetem Stoff hergestellt. Alle Einnahmen gehen an Winterhilfsaktionen! :)“
Schon nach zwanzig Minuten bildete sich eine Schlange. Die Leute bewunderten ihre Arbeit. Ava strahlte.
Ich stand ein paar Schritte entfernt und beobachtete sie. Für einen Moment dachte ich: Vielleicht wird alles gut.
Doch dann sah ich sie.
Mrs. Mercer.
Sie kam direkt auf uns zu.
Sie sah älter aus. Ihr Haar dünner, von Grau durchzogen. Aber ihre Haltung war dieselbe. Diese angespannte Körperhaltung. Dieses selbstgefällige Auftreten, als hätte sie über alles bereits ihr Urteil gefällt.
Ihre Augen trafen meine.
„Cathy?“, sagte sie überrascht.
Ich nickte leicht. „Ich wollte Sie sowieso sprechen. Wegen meiner Tochter.“
„Tochter?“
Ich zeigte auf Ava.
„Ach so“, sagte Mrs. Mercer und trat an den Tisch.
Sie hob eine Tasche hoch – als wäre sie etwas Wertloses.