Das Gebäude hatte sich kaum verändert.
Die Schulleiterin, Mrs. Dalton, begrüßte mich in der Nähe der Türen zum Auditorium.
„Wir schätzen Ihr Engagement für unsere Anti-Mobbing-Initiative sehr“, sagte sie warm. „Das bedeutet unseren Schülern viel.“
„Ich unterstütze das gerne“, antwortete ich.
Doch das war natürlich nicht die ganze Wahrheit.
Das Auditorium summte vor Schülern, Eltern und Lehrkräften. Die jährliche Versammlung hatte sich seit unserer Schulzeit vergrößert. Über der Bühne hing ein Banner mit der Aufschrift: Worte haben Gewicht.
Ich stellte mich hinten hin, die Arme verschränkt, genau so, dass ich ihn sehen konnte, ohne sofort bemerkt zu werden.
Mark stand hinter der Bühne und ging unruhig auf und ab.
Er sah schlimmer aus als in meinem Büro.
Die Hände zu Fäusten geballt, als würde er sich darauf vorbereiten, ins Feuer zu gehen.
Für einen kurzen Moment fragte ich mich, ob er weglaufen würde.
Mrs. Dalton trat ans Mikrofon. „Heute haben wir einen Gastredner, der eine sehr persönliche Geschichte über Mobbing, Verantwortung und Veränderung teilen möchte. Bitte begrüßen Sie Mark.“
Höflicher Applaus.
Mark betrat die Bühne, als wögen seine Schritte jeweils zehn Pfund.
Er räusperte sich am Rednerpult.
Er stellte sich vor und erklärte, dass er vor Jahrzehnten an dieser Schule seinen Abschluss gemacht hatte.
„Bitte begrüßen Sie Mark.“