„Ich vermute, neben dir sitzt eine Begleitung“, fuhr Eleonore fort. „Miss Hayes? Oder eine Flugbegleiterin aus Singapur? Egal. Für dich austauschbar, nicht wahr?“
Savannah zuckte zurück.
„Ich wusste es, Richard. Zwei Jahre. Die Wohnung. Die ‚Beratungszahlungen‘ – 1,2 Millionen über eine Scheinfirma. Du dachtest, eine kranke Ehefrau prüft keine Kontoauszüge. Falsch. Ich habe alles dokumentiert.“
Richards Lippen formten lautlos: „Sie blufft…“
„Aber das ist nicht das Wichtigste“, sagte Eleonore.
„Erinnerst du dich an das Restrukturierungsabkommen im September? Du warst so stolz darauf. Trennung von privaten und Unternehmensvermögen.“
Pause.
„Darin stand eine Klausel: Im Falle einer Scheidung bleibt die Kontrolle über den Trust bei mir. Du erhältst fünf Millionen und die Wohnimmobilien.“
„Wir haben uns nicht scheiden lassen!“ rief Richard in den Bildschirm.
Eleonore sah auf die Uhr.
„Doch. Der finale Scheidungsbeschluss wurde am 1. Oktober eingereicht. Dir zugestellt am 10. August. Du hast ihn unterschrieben, zwischen anderen Papieren vor deinem Flug nach Saint-Barth.“
Ihr Blick war eiskalt.
„Du liest keine Kleingedruckten, Richard.“