Seine Schultern sackten ab.
„Die Scheidung war drei Wochen vor meinem Tod rechtskräftig. Fünf Millionen hast du bereits. Die Häuser gehören dir. Aber Vance Holdings…“
Ein dünnes Lächeln.
„…gehört dir nicht mehr.“
„Dann wem?!“ schrie er. „Clara kann das nicht!“
„Ich hinterlasse Vance Holdings dem Menschen, der mich wirklich geschützt hat“, sagte Eleonore leise.
„Dem Sohn, den du weggeworfen hast, weil er nicht dein Spiegelbild wurde.“
„Julian?!“ Richard lachte hysterisch. „Dieser Künstler?!“
Der Bildschirm erlosch.
Die Türen öffneten sich erneut.
Ein Mann trat ein – groß, dunkles Haar wie sein Vater, aber die Augen gehörten Eleonore.
Er trug keinen Pinsel, keine Farben.
Nur einen perfekt geschnittenen anthrazitfarbenen Anzug und einen Aluminiumkoffer.
„Guten Tag, Vater“, sagte Julian.
Richard blinzelte. „Mein Sohn…“
„Nenn mich nicht so“, antwortete Julian kühl und stellte den Koffer auf den Tisch.
„Zwei Masterabschlüsse: internationale Finanzen und Wirtschaftsrecht. Sechs Jahre Partner in London. Spezialgebiet: feindliche Übernahmen und forensische Buchhaltung.“
Er öffnete den Koffer.