Marla zuckte zusammen, die Augen wegbewegend. „Phoebe… ich —“
Bevor sie weitersprechen konnte, trat die Frau im marineblauen Mantel vor. „Sie müssen Junies Mutter sein“, sagte sie leise. „Ich bin Suzanne. Wir… wir müssen reden.“
Ich starrte sie an, Wut und Angst kämpften in mir.
„Wie lange weißt du das schon, Suzanne?“
„Was machst du hier?“
Ihr Gesicht verkrampfte sich. „Zwei Jahre. Lizzy brauchte nach einem Unfall Blut, und mein Mann und ich waren keine passenden Spender. Ich fing an zu recherchieren. Ich fand die gefälschten Unterlagen.“
„Zwei Jahre“, wiederholte ich. „Zwei Jahre, um an meine Tür zu klopfen.“
„Ich weiß.“
„Nein. Du hattest zwei Jahre, um deine Angst zu überwinden, und jeden Tag hast du dich für dich selbst entschieden.“
Suzanne zuckte zusammen. „Ich habe Marla konfrontiert. Sie bat mich, nichts zu sagen. Und ich ließ es zu. Ich sagte mir, ich schütze Lizzy, aber ich schützte mich selbst. Marla kommt manchmal vorbei.“
Mein Hals brannte. „Während ich jede Nacht meine Tochter in meinem Herzen begrub.“
„Ich habe die gefälschten Unterlagen gefunden.“
Suzannes Augen füllten sich mit Tränen. „Ja. Und meine Angst hat dich deine Tochter gekostet.“
Ich wandte mich an Marla, meine Stimme voll Wut. „Du hast mir meine Tochter genommen.“