Rowan hielt sich am Bettrahmen fest. Schweiß lief ihm über das Gesicht, seine Arme zitterten. Seine neuen Prothesen – schlank, aber fremd – waren angeschnallt, sein Körper eingeklemmt zwischen Bett und Kommode.
Seine rechte Hand war aufgeschürft.
Er sah auf – überrascht, ertappt.
„Ich hab dir gesagt, du sollst nicht reinkommen“, brachte er mühsam hervor.
Meine Mutter keuchte.
„Oh, mein Schatz…“
Sein Arm gab nach.
Noch bevor ich ihn erreichen konnte, stürzte er hart auf den Boden.
„Rowan—“
Für einen Moment bewegte er sich nicht.
Mein Herz setzte aus.
Dann sog er scharf Luft ein und stemmte sich wieder hoch, die Zähne zusammengebissen, als würde er sich weigern, liegen zu bleiben.
Ich ließ mich neben ihm auf die Knie fallen.
„Was machst du da? Rede mit mir, Rowan.“
Er versuchte zu lachen – aber es klang zerbrochen.
„Sieht aus, als würde ich… ein Chaos veranstalten.“
Sein Blick huschte zu meiner Mutter.
„Das… das ist dein Leben, Mikayla“, sagte meine Mutter leise. „Kampf, Schmerz und immer wieder alles zusammenflicken. Genau das habe ich verhindern wollen.“
Ich drehte mich zu ihr, Hitze stieg in mir auf.
„Nein, Mama. Das ist es, was es bedeutet, für jemanden zu kämpfen, den man liebt.“