Ich starrte unsere Söhne an, sprachlos, während Anna neben mir zusammenbrach. Ich kniete am Bett, die Hände zitternd, suchte in Annas Gesicht nach etwas, an dem ich mich festhalten konnte.
„Anna, schau mich an, Liebling. Ich glaube dir. Wir werden das herausfinden, okay? Ich bin hier.“
Sie nickte. Josh jaulte leise. Raiden ballte schon seine kleinen Fäuste, bereit gegen die Welt.
Ich streichelte ihre Köpfe.
„Wir werden das herausfinden.“
Eine Krankenschwester kam herein, Klemmbrett an die Brust gepresst. „Mama und Papa? Die Ärzte möchten ein paar Tests bei den Babys durchführen. Nur Standarduntersuchungen, angesichts der… besonderen Umstände.“
Anna spannte sich an. „Geht es ihnen gut?“
„Ihre Vitalwerte bei der Geburt waren perfekt“, sagte die Krankenschwester. „Aber die Ärzte wollen sicher sein. Und… sie möchten auch mit Ihnen sprechen.“
Kaum dass sie gegangen war, flüsterte Anna: „Was denkst du, was sie da draußen sagen? Sie denken wahrscheinlich, ich hätte dich betrogen…“
Ich drückte ihre Hand. „Das ist egal. Ich bin sicher, sie versuchen nur, es zu verstehen. So wie wir.“
Auf die DNA-Ergebnisse zu warten, war Folter. Anna sprach kaum, zuckte zusammen, wenn ich nach ihr griff. Sie beobachtete die Jungen mit Tränen in den Augen.
Als ich meine Mutter anrief, um die Neuigkeiten zu teilen, sank ihre Stimme: „Bist du sicher, dass beide deine Kinder sind, Henry?“
Meine Brust zog sich zusammen. „Mama — Anna lügt nicht. Sie sind meine.“
Am Abend kehrte der Arzt mit den Ergebnissen zurück.