Ich trat zu ihr, führte ihre Hand über die Stofffalte.
„Hier, Liebling. Spürst du das? Das musst du glätten, bevor du steckst.“
Sie grinste. „Hab’s!“
Clara hob den Kopf. „Denkst du… wir könnten das irgendwann verkaufen?“
Ich sah die Kleider, die sie geschaffen hatten – wunderbar, filigran, voller Liebe.
„Ihr seid mehr als gut genug. Ihr seid unglaublich.“
Der Donnerstag, der alles zerstörte
Der Morgen begann harmlos. Die Mädchen arbeiteten an neuen Designs. Ich kochte Kaffee. Dann klingelte es.
Ich erwartete niemanden.
Als ich öffnete, stand Lauren dort.
Wie ein Geist, den ich vor achtzehn Jahren begraben hatte.
Teure Kleidung. Perfekt gestyltes Haar. Sonnenbrillen, obwohl es bewölkt war.
Und ein Blick, der mich wie Schmutz behandelte.
„Mark“, sagte sie, und in ihrer Stimme lag purer Spott.
Ich sagte nichts. Stand nur im Rahmen, blockierte den Weg.
Sie drückte sich an mir vorbei und marschierte in die Wohnung, als gehöre sie ihr. Ihr Blick huschte über unseren Nähtisch, über Stoffe und Projekte – über unser Leben.
Ihre Nase verzog sich.
„Du bist immer noch derselbe Versager. Lebst immer noch in diesem… Loch? Ein Mann sollte Geld verdienen, ein Imperium aufbauen.“
Emma und Clara erstarrten. Sie konnten sie nicht sehen, aber jedes Gramm Gift in ihrer Stimme hören.