„Wer ist das, Papa?“ fragte Clara leise.
Ich schluckte.
„Es ist… eure Mutter.“
Stille. Schwer, erstickend.
Lauren trat näher. „Mädchen! Schaut euch an. So erwachsen.“
Emma hob den Kopf, das Gesicht unbeeindruckt.
„Wir können nicht schauen. Wir sind blind. Erinnerst du dich? Ist das nicht der Grund, warum du uns verlassen hast?“
Lauren stockte – nur ein Moment – dann setzte sie ihr falsches Lächeln auf.
„Natürlich habe ich jeden Tag an euch gedacht.“
„Lustig,“ sagte Clara frostig, „wir niemals an dich.“
Ich war noch nie so stolz.
Ihr Angebot – und ihre Absicht
Lauren räusperte sich, sichtbar irritiert.
„Ich bin aus einem Grund hier. Ich habe etwas für euch.“
Sie legte zwei Kleidersäcke aufs Sofa.
Designerware. Teuer.
Dann ein dicker Umschlag voller Geld.
„Warum jetzt? Nach 18 Jahren?“ fragte ich.
Sie lächelte selbstzufrieden.
„Weil ich meinen Töchtern das Leben geben möchte, das sie verdienen.“
Sie zog ein Dokument hervor und legte es auf den Umschlag.
„Unter einer Bedingung.“
Der Raum schien zu schrumpfen.