„Du meinst, du bist so nobel?“ Lauren schrie, stürzte sich auf mich.
„Du hast sie in Armut gehalten! Du hast sie zu kleinen Näherinnen gemacht, anstatt ihnen echte Chancen zu geben! Ich bin zurückgekommen, um sie vor dir zu retten!“
„Nein“, entgegnete ich.
„Du bist zurückgekommen, weil deine Karriere ins Stocken geraten ist und du eine Heldengeschichte brauchst. Blinde Töchter, für die du angeblich geopfert hast? Das ist Gold für dein Image.“
Laurens Gesicht wurde zuerst weiß, dann rot.
„Ich wollte, dass die Welt sieht, dass ich eine gute Mutter bin! Dass ich all die Jahre für sie gearbeitet habe! Dass ich ferngeblieben bin, weil ich etwas Besseres aufgebaut habe!“
„Bitte geh.“
„Du bist weggeblieben, weil du egoistisch bist“, warf Emma ein.
„Das ist die Wahrheit, und wir alle wissen es.“
Clara ging zur Tür und öffnete sie.
„Bitte geh.“
Lauren stand da, schwer atmend, ihre sorgfältig aufgebaute Fassade bröckelte. Sie sah auf das Geld, das auf dem Boden verstreut war, auf die Töchter, die sie abgelehnt hatten, und auf mich, hinter ihnen stehend.
„Ihr werdet es bereuen“, zischte sie.
Die Geschichte verbreitete sich innerhalb weniger Stunden in den sozialen Medien.
„Nein“, sagte ich.
„Ihr werdet es bereuen.“