Diego war bereits dort.
Er saß am Kopfende des Tisches.
Gelassen.
Als würde ihm dieser Platz gehören.
„Seit wann sitzt du dort?“, spottete Álvaro.
Keine Antwort.
„Setz dich“, sagte Diego.
Keine Bitte.
Ein Befehl.
Ein Ordner glitt über den Tisch.
„Deine Realität.“
Álvaro öffnete ihn.
Sein Gesicht veränderte sich.
Verwirrung.
Unglaube.
Dann Angst.
„Was soll das sein?“
„Unternehmensunterlagen.“
„Und?“
„Lies genauer.“
Dann sah er es.
Den Namen.
Den tatsächlichen Eigentümer.
Diego Serrano.
„Nein … das ist unmöglich …“
„Es war immer möglich“, sagte Diego ruhig.
„Camila …“, flüsterte Álvaro.
„Meine Schwester“, erwiderte Diego. „Die Frau, die du gestern Nacht gedemütigt hast.“
„Sie hat dich nie gebraucht“, fuhr Diego fort.
Eine Pause.
„Du hast sie gebraucht.“
Noch eine Pause.
„Und mich.“
In diesem Moment brach alles zusammen.
Die Tür öffnete sich.
Mehrere Anwälte betraten den Raum.
„Mit sofortiger Wirkung werden Sie von Ihrer Position entbunden.“
„Was?!“
„Vertragsbruch. Fehlverhalten. Machtmissbrauch.“
„Das passiert nur wegen ihr!“, schrie Álvaro.
Diego rührte sich nicht.
„Nein.“
Eine eisige Stille.