Ich setzte mich ruckartig auf. „Dad…“
„Langsam, nichts zerreißen, Syd.“
Aber ich hörte ihn kaum noch.
„Ich habe es noch nicht mal gezeigt“, murmelte er.
Dann öffnete er die Hülle.
Und für einen Moment konnte ich nur starren.
Das Kleid war elfenbeinfarben, weich und fast leuchtend. Blaue Blumen zogen sich über das Oberteil, und feine Handstickereien schmückten den Saum.
Ich hielt mir die Hand vor den Mund.
„Dad…“
Er wirkte plötzlich unsicher. „Das Kleid deiner Mutter hatte eine gute Grundlage. Ich musste einiges ändern. Sie war größer als du – und ehrlich gesagt hatte sie sehr starke Meinungen über Ärmel.“
Ich konnte nichts sagen. Nur fühlen, wie mir die Tränen kamen.
Ich sprang so schnell auf, dass meine Knie gegen den Bettrahmen stießen.
„Dad, du hast das aus dem Hochzeitskleid von Mom gemacht?“
Er nickte einmal.
Und genau da fing ich richtig an zu weinen.