Drinnen lag der Duft von Zimt, Butter und warmer Freundlichkeit in der Luft, fast wie eine Umarmung. Ich blieb in der Tür stehen und starrte auf die Reihen von Glasvitrinen, die mit Gebäck glänzten.
Eine Frau hinter dem Tresen klopfte Mehl von ihren Händen, ihre dunklen Augen funkelten unter lockigem braunem Haar.
Sie sah auf. Für einen Moment starrte sie nur, als hätte sie auf mich gewartet.
Dann lächelte sie — nicht wie ein Lächeln für einen Fremden, sondern wie eines, bei dem man versucht, nicht zu weinen.
„Evelyn?“ sagte sie leise.
Ich nickte. „Ich habe diese Adresse gefunden. Mein Mann, Arthur… er ist gestorben. Er hat mir diesen Zettel hinterlassen.“
Ihre Augen fielen auf meine Handtasche und dann wieder auf mein Gesicht. „Dann hat er es endlich getan.“
Ein Schauer lief mir über den Rücken. „Was?“
Sie kam langsam um den Tresen, als wollte sie mich nicht erschrecken. Aus der Nähe zog mich etwas in ihrem Gesicht an — vielleicht die Form ihres Lächelns oder wie ihre Hände zitterten, wie meine, wenn ich aufgebracht war.
„Bitte“, sagte sie sanft. „Setz dich, bevor ich es dir erzähle.“
Ich wollte nicht sitzen. Ich wollte weglaufen. Doch ich setzte mich.
Sie nahm den Zettel aus meiner Hand und glättete die Knicke vorsichtig. „Arthur sagte mir, wenn du jemals alleine hierher kommst, bedeutet das, dass seine Zeit abgelaufen ist.“
„Wer sind Sie?“