Ich stellte die Einkaufstasche auf einen Stuhl und fragte direkt:
„Warum ist Catherines Bild unten?“
Wie konnte ihr Bild in Harris’ Haus sein?
Der Raum wurde still, als hätte selbst die Luft auf ihn gewartet.
Harris blickte zum Fenster, dann zurück zu mir. Seine Augen füllten sich, bevor er ein Wort sagte.
„Sie war meine Frau.“
Ich setzte mich, weil meine Beine plötzlich unzuverlässig wurden. Mein Blick fiel auf die Schuhschachtel auf dem Boden neben der Kommode.
„Diese Stiefel waren das letzte Paar, das Catherine mir gekauft hat“, erzählte Harris. „Vor fünf Jahren. Sie ließ mich drei Paare anprobieren, weil sie meinte, ich sei zu geizig für mein eigenes Wohl.“
Ein leises, feuchtes Lachen entwich mir.
„Diese Stiefel waren das letzte Paar, das Catherine mir gekauft hat.“
„Ich habe sie immer wieder mit Klebeband geflickt, weil sie das Letzte waren, was sie für mich ausgesucht hat“, sagte Harris und sah auf seine Hände. „Das Klebeband war für mich nicht einfach Klebeband. Es fühlte sich an, als würde ich immer noch in etwas laufen, das meine Cathy ausgesucht hat.“
In diesem Moment hörten die alten Stiefel auf, traurig zu sein, und wurden heilig.
Ich weinte. Zuerst leise, dann überhaupt nicht mehr leise. Harris reichte mir ein Taschentuch vom Nachttisch mit einer Sanftheit, die mich beinahe umhaute.
„Catherine hat das kleine Mädchen in der Willow Lane nie vergessen“, sagte er.