Der Offizier nickte leicht und schaute dann über sie hinweg, den Raum abtastend. Seine Augen blieben auf mir hängen.
„Welche von euch ist Chelsea?“ fragte er.
Mir blieb der Atem weg. „Ich bin es.“
Etwas in seinem Gesichtsausdruck wurde weicher.
„Wir sind im Auftrag von Staff Sergeant Martin hier,“ sagte er. „Ich habe einen Brief zu überbringen, nach seinen Anweisungen, an diesem Tag. Das ist Shinia, unsere Militäranwältin.“
Mein Magen sackte zusammen.
„Dein Vater war sehr genau,“ fügte der Offizier sanft hinzu. „Er bat uns, dies in der Nacht deines Abschlussballs zu überbringen. Er wollte sicherstellen, dass wir persönlich da sind.“
Die Frau trat vor und öffnete die Aktentasche. „Es gibt zusätzliche Dokumente bezüglich des Hauses. Dürfen wir eintreten?“
Camila zögerte, trat aber zur Seite, plötzlich unsicher. Der Offizier und die Anwältin traten ein. Das Haus, das vor Sekunden noch laut war, war still.
Jen flüsterte: „Was ist hier los?“
Der Offizier wandte sich mir zu. „Chelsea, dein Vater hat Anweisungen für heute Nacht hinterlassen.“
Er überreichte Camila einen Umschlag. Sie riss ihn zitternd auf und las laut vor:
„Camila, als du mich geheiratet hast, hast du versprochen, dass Chelsea sich in ihrem eigenen Zuhause niemals allein fühlen würde.
Wenn du dieses Versprechen gebrochen hast, hast du auch mir das Vertrauen gebrochen.
Dieses Haus gehört meiner Tochter. Du durftest nur hier wohnen, solange du für sie gesorgt hast.
Wenn du sie in irgendeiner Weise schlecht behandelt hast… hat sie jedes Recht, dich hinauszuwerfen.“