Camilas Stimme brach bei der letzten Zeile.
„Ich wurde schlecht behandelt,“ sagte ich leise.
Shinia sah mir in die Augen und nickte leicht. Sie trat vor.
„Sergeant Martin hat das Haus treuhänderisch für Chelsea hinterlegt. Diese Bedingung wurde verletzt. Das Haus fällt ab heute Nacht vollständig an Chelsea zurück. Sie und ihre Töchter erhalten eine offizielle Räumungsbenachrichtigung.“
Camila sackte auf den nächstgelegenen Stuhl. Jen starrte auf den Boden. Lia sah aus, als würde sie weinen.
Keine von beiden bewegte sich zur Tür. Das Auto, das sie zum Ball bringen sollte, stand draußen kurz im Leerlauf… und fuhr dann langsam weg.
Ich fühlte mich wie eingefroren, der Moment zu groß, um ihn zu fassen. Ich sah auf mein Kleid, Dads Jacke, jeden Stich, der mir gehörte. Ich hörte seine Worte wieder: „Trage es, als würdest du es meinen.“
Die Augen des Offiziers waren freundlich. „Chelsea, draußen wartet ein Auto. Sergeant Brooks möchte dich zum Ball begleiten, auf Wunsch deines Vaters. Genieße deinen Abend, wir besprechen das Vertrauen morgen. Er wollte nicht, dass du das verpasst.“
Ich griff nach meiner Handtasche und folgte dem Offizier nach draußen. Sergeant Brooks stand neben Dads altem Chevy, frisch gewaschen.
Er salutierte scharf und grinste dann. „Bereit, kleine Dame? So ein Kleid habe ich noch nie gesehen.“
„Du hast es gut gemacht, Kind. Martin wäre stolz gewesen, dich heute zu sehen.“
Ich nickte, steckte den Rock vorsichtig ein, als ich einstieg. „Ich… ich denke schon.“
Brooks schloss die Tür und setzte sich ans Steuer.
„Du hast es gut gemacht, Kind. Martin wäre geplatzt vor Stolz, wenn er dich heute gesehen hätte.“