Die Kassiererin hatte aufgehört, sich zu bewegen. Der Mann mit dem Motoröl sah angeekelt aus. Eine Frau mit einem schlafenden Kleinkind verzog offen das Gesicht.
Der Mann murmelte etwas, das ich nicht verstand – irgendetwas über Zeit und rührselige Geschichten – und ging hinaus.
Einfach so.
Er ließ seine Waren stehen und marschierte davon, als hätte er Wichtigeres zu tun.
Doch die Spannung verschwand nicht mit ihm.
Ich drehte mich wieder um.
Die Krankenschwester weinte nun leise, eine Hand vor dem Mund.
„Schon gut“, sagte ich.
Sie schüttelte den Kopf. „Nein, ich… danke. Es tut mir leid. Ich bin nur müde.“
„Sie müssen sich bei mir nicht entschuldigen.“
Die Kassiererin reichte mir den Kassenbon. Ich gab ihn zusammen mit der Tüte an die Krankenschwester weiter.
In diesem Moment leuchtete ihr Handy auf der Theke auf.
Das alte Foto auf ihrem Sperrbildschirm ließ mich erstarren.
Ich warf zunächst nur einen kurzen Blick darauf – ein Schwarz-Weiß-Foto einer Frau in altmodischer Krankenschwesternuniform, aufrecht stehend, mit einem festen Blick und Händen, die ich als ruhig und sicher kannte.
Nach all den Jahren erkannte ich sie sofort.